Donnerstag, 24. Mai 2012

Silberhauch


"Silberhauch"
semisolid

Swiss Mountain Silk
Seide/Wolle/SeaCell 51/29/20%
100 g / 225 m, CHF 36.00
Nadeln 3.5 - 4.5
30° Handwäsche
alles verkauft

Oh ja, ich färbe schon noch, vor allem für grössere Projekte und das im Auftrag.  Es ist jedes Mal für mich spannend, ob ich für die gewünschte Farbe genügend Informationen erfragt habe und ob es dann beim Färben auch genauso klappt. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass es für mich heute noch jedesmal eine neue und spannende Herausforderung ist. Die Definition einer Farbe ist so unterschiedlich, so dass es an mir liegt, möglichst viel über die Wunschfarbe zu erfahren, bis ich davon überzeugt bin und mit dem Handwerk beginnen kann. Das ist auch der Grund, weshalb ich auch anrate, immer genug Material zu bestellen. Nicht einmal die Wollfabrikanten bringen es bekanntlich fertig, die Farbe immer genau gleich zu farbrizieren. Deshalb gibt es ja zur Farbnummer die Seriennummer, und wer schon einmal von einer Farbe dazu kaufen musste, wird mit einer anderen Seriennummer dann beim verstricken Farbunterschiede bemerken. ... und bei mir wird ja von Hand gefärbt und die Farbe immer neu "entworfen".....

Wir werden sehen, ob ich es mit dem Silberhauch diesmal getroffen habe. Nun hat es genug davon für mehrere Projekte und ich stelle es deshalb in meinem kleinen Shop ein. Hier nochmals ein Bild davon:




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Montag, 21. Mai 2012

Tannschössli Honig




Diese Gläser konnte ich nach meiner gestrigen schönen Wanderung mit Tannschössli Honig füllen. In meinen Rucksack kommt immer eine leichte Stofftasche mit, denn ich finde immer irgend etwas, was sich lohnt, mit nach Hause zu nehmen.

Am späteren Vormittag packte ich meinen Rucksack, packte trotz blauem Himmel die Regenjacke und ein kleines Picknick ein. Meine Route soll über den Beugen, 909 m, zur Samstagern gehen. Ein Weg führt steil hinauf über den Grat, und genau den wollte ich wieder einmal gehen, anstatt wie sonst den Naturweg (Fahrverbot). Immer wieder sah ich auf diesem Weg kleine Tannschössig. Ich vermute, dass die Vögel an ihnen auch etwas Begehrenswertes finden und an ihnen picken. Da kam mir die Idee, auf dem weiteren Weg junge Tannschösslige zu sammeln, um daraus wieder einmal diesen feinen "Honig" zu machen. Und was treffe ich an?




Oberhalb "Beugen" beugt sich eine Buche über den Weg. Aus ihren Ästen wachsen schon wieder wie kleine junge Bäume, dem Licht entgegen. Wunderschön, wie sich die Natur arangiert.

Von der "Samstagern" ging ich Richtung "Windwurf", 1379 m, und machte da meine Mittagspause. Von dort aus sieht man 5 Seen und der Aufstieg lohnt sich jedes Mal von neuem. Nach meiner kleinen Rast zogen Wolken auf und ich beeilte mich, um weiter zu wandern nach "Ruchegg".




Der Wetterbericht hatte jedoch richtig vorausgesagt und so blieb es bei einigen wenigen Tropfen Regen und ich konnte beim Abstieg weiter meine Tannschösslige sammeln. Übrigens pflücke ich jeweils von einem Baum nur einige der jungen Triebe, denn ich bringe es nicht übers Herz, einem Tannenbaum alles abzuernten. Zu Hause angekommen nahm ich mein uraltes Rezept hervor und die grosse Pfanne. Das Rezept möchte ich euch nicht vorenthalten und vielleicht hat jemand von euch Lust, es auch zu versuchen. Hier mein Rezept:





Tannschössli Honig

400 g Tannen- oder Fichtenzweige,  zarte, hellgrüne Zweige, im Mai gezupft
           (Achtung, keine Eiben nehmen, die sind giftig)
1 Liter Wasser
1 unbehandelte Zitrone
1 kg Gelierzucker


Zubereitung

Die Tannenschösslinge mit Wasser und 3 Zitronenscheiben aufkochen lassen und 45 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen. Dann durch ein Tuch abseihen lassen. Die Flüssigkeit in einen Kochtopf geben, mit der Hälfte des Gelierzuckers vermengen und 5 Minuten unter Rühren kochen lassen. Erst dann den Rest des Zuckers beigeben und nochmals 8 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Konsistenz durch kleine Probe auf einem Teller prüfen, Schaum abschöpfen und noch heiss in vorgewärmte Twist-off Gläser füllen. Einige Minuten Gläser auf den Kopf stellen und über Nacht zugedeckt ausküheln lassen. Gläser beschriften und kühl und dunkel aufbewahren, so hält er über ein Jahr, wenn er nicht schon vorher weg ist…!
Es schmeckt sehr gut als Brotaufstrich oder im Herbst auch zu Wild.
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Wenn es euch schmeckt, würde mich natürlich ein Echo sehr freuen.

Nun wünsche ich allen eine wunderbare Woche und ich werde wieder mein Rucksack packen und die Wanderschuhe anziehen, heute gehen wie zu zweit.

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