Samstag, 6. Oktober 2018

Seelennahrung

Für einige Tage durfte ich dem Alltag entfliehen und in ein wunderschönes Gebiet, ins Haslital im Berner Oberland, reisen. Da gibt es so viel zu entdecken und ich hatte einen tollen einheimischen Reisebegleiter. Strahlend schönes, klares Bergwetter war vorausgesagt und so fiel die Entscheidung auf Planplatten, Alpen tower, zu fahren. Mit längeren Bergwanderungen muss ich noch bis im nächsten Jahr warten, aber einfach sich da oben hinsetzen und die Rundumsicht geniessen, das hat auch seinen Reiz.

 Mägisalp, 1710 m, hinten Glogghüs, 2534 m

Mit Luftseilbahn und Gondelbahn ging es bis zur Mägisalp und dann hoch bis Planplatten, 2250 m ü. M..
 Blick Richtung Susten- und Grimselpass, Sustenhorn und Gammastock


 Blick Richtung Brünig (im Nebel) und Brienzersee

Gegenüber die prächtigen Viertausender, Eiger, Mönch und Jungfrau, Wetterhorn, Finsteraarhorn und viele Berggipfel mehr. Das ist für mich einfach Seelennahrung pur und ich werde noch lange davon zehren können.

Gegen Abend dann ging es noch ins wilde und ursprüngliche Urbachtal, direkt unter die steilen und majestätischen Felswände der Engelhörner. Von dort ginge der Aufstieg zur Gaulihütte, 2205 m ü.M., und den Gauligletscher. Erst kürzlich wurden auf dem Gletscher wieder Überreste der amerikanischen Dacota DC-3, die am 19. November 1946 abgestürzt war, geborgen.

einige der Engelhörner im Gegenlicht

Ein neuer, nochmals schöner Tag: Vom Haslital ist es ja nicht weit bis zur Grimselwelt. Von Handeck geht es über die Handeckfallbrücke, dann mit der Gelmerbahn auf 1860 m ü. M. zum Gelmersee. Ein spezielles Erlebnis mit dieser steilsten, offenen Standseilbahn Europas.


 Auf dem Grimselpass, 1980 M. ü. M., Grimselsee

Vom Pass hinunter nach nach Gletsch ist es ein kurzer Weg und gleich ging es wieder hoch zum Furkapass. Immer wieder machten wir einen Halt und bewunderten die Bergwelt. Weiter ging die Fahrt hinunter bis nach Wassen/UR, um dort wieder hoch zum Sustenpass, 2222 m ü.M. zu fahren.

 Am Sustenpass

Die Stauden der Heidelbeeren haben sich schon rot verfärbt. Einmalige Herbstfarben und angenehme Temperaturen ergaben diesen Augenschmaus und sind für mich reine Seelennahrung. Wer weiss, wann wieder alles so stimmig ist und passt, um in dieser Bergwelt unterwegs zu sein. Erinnerungen an frühere Wanderungen tauchten ab und zu auf und es ist jedes Mal ein Glücksgefühl, wenn ich in dieser Bergwelt mich aufhalten darf.

Hat es euch auch ein wenig gefallen? Ich wünsche allen ein Wochenende mit etwas, was euch Freude macht.


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Donnerstag, 27. September 2018

"Genug-Platz-Tasche IRIS"

Im 2014 beschenkte ich mich selber mit einem geräumigen Nessessair (Kulturtasche). Egal, ob auf Reisen oder im Krankenhaus, in diesem Beutel hat einfach das Platz, was Frau so braucht.

Genau die Grösse und Innenfächer war nun Ausschlag gebend, dass ich für eine liebe Bekannte so eine Tasche nähen durfte. Nach geeigneten Stoffen im Vorrat suchend, blieb ich einfach bei diesem gross gemusterten Stoff hängen.


 "Genug-Platz-Tasche IRIS"

Das ist sie nun von aussen, ein richtiges Platzwunder.


Die kleine Aussentasche habe ich mit einer Spitze und Stickerei "aufgehübscht".



Das Innenfutter nähe ich immer wieder verschieden, hier wie gewünscht mit vielen Innenfächern. Hier sind es auf der einen Seite zwei und der anderen drei geworden, plus ein kleines, separates zum Beispiel für einen Lippenstift. Der Stoff ist ein Textil-Duschvorhangstoff, ist also Wasser abweisend. Den finde ich praktisch, da das ganze mit 40° in der Waschmaschine gewaschen werden kann und auch die Habtik ist angenehm, wie ein Stoff.

 
 Schminktäschen IRIS

Von dem bunten Stoff musste gleich noch ein kleineres Täschchen dazu genäht werden. Ich habe im Internet gesucht und das Muster Nanami und als genau passend gefunden. Dieses Muster nähte ich dann 10% kleiner, das reicht mir vollkommen.



Das Innenfutter ist hier ein karierter Baumwollsoff, das von der Aussentasche ist lila.



 So könnte diese doch bequem noch in die grosse Tasche verschwinden.



Und dann fand endlich dieser seit vielen, vielen Jahren gehortete Stoff-Rest das richtige Projekt. In der Aussentasche hat sogar mein Handy Platz und innen ist uni lila Baumwollstoff. Was ist denn bloss mit mir los? Die gwählten Stoff-Farben sind so bunt und kräftig. Was sagt dazu wohl die Farbenpsychologie?

Der Maler van Gogh hat bewusst bestimmte Farben und Farbkombinationen eingesetzt, um seinen emotionalen Zustand zum Ausdruck zu bringen. Nicht umsonst sind die von ihm gemalten Felder lebendig gelb und der klare Sternenhimmel tiefblau. Ein sehr spannendes Thema finde ich.


Die Welt ist doch so bunt und schön.


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