Donnerstag, 20. Mai 2010

Mit Rhabarber gebeizt

Die Pflanzenfärbereien faszinieren mich schon längere Zeit und so wollte ich einmal ausprobieren, wie das Beizen und Färben GANZ ohne Chemie (auch ohne Alaun) wird. Gebeizt mit den Rüstabfällen von ca. 5 kg Rhabarberstengeln, wurde das Wasser stark rosa, die Wolle nach dem Beizen nur blass gelb. Nachher färbte ich weiter mit Rostessig und Kohle. Hier das Ergebnis:



 


Sie waren jetzt alle für eine Woche dem Licht ausgesetzt, Sonne gab es ja keine. Was mich jedoch sehr erstaunte war, wie sich die graue Farbe ganz hartnäckig auf der Baumwollgauze festhielt. Auch noch als ich das ebenfalls dunkelgrau gewordene Färbetuch bleichte in Chavelwasser, es blieb noch Farbe im Tuch. 



Das gibt ein anderes interessantes Projekt und wird jetzt so gelassen. Die Blätter von der gleichen Ernte sind in Wasser eingeweicht..... und da lasse ich mir etwas Neues einfallen. Oder ich färbe nochmals dieses schöne Grau, ich mag einfach grau, nur nicht draussen für so lange Zeit!


 

Kommentare:

tinassoeckchen hat gesagt…

ganz toll, wunderschönes Grau, ich mag Grau auch sehr, wie du sagst, nicht am Himmel, aber auf Wolle schon, ich habe mit Sauerampfer gebeizt, hat auch viel Oxalsäure, und es kam ein ganz leichter Grünschimmer auf die Wolle...den meine Kamera irgendwie nicht einfangen will....

liebe Grüße
Tina

kreativberg hat gesagt…

Die grauen Wollen erinnern mich an Wärme und meine Kindheit. Meine Oma hat uns Jacken aus echter Schafwolle (natürlich grau) gestrickt, die wir dann auch gerne getragen haben, wenn wir bei ihr waren (also da wo wir jetzt wohnen). Obwohl die Jacken furchtbar kratzig in meiner Erinnerung sind, so hab ich sie doch in wunderbarer, warmer Erinnerung. Das alles ist mir gekommen, als ich deine Wollen gesehen habe. Es gefällt mir, dass du die Natur färben hast lassen. Die Grautöne sind wunderbar - gratuliere!!! Alles Liebe, maria.

Patricia hat gesagt…

Das sind wirklich wunderbare Farben geworden ,wie hast du das denn mit der Kohle gemacht?
LG Patricia

stufenzumgericht hat gesagt…

Hallo Brigitte,
bei Rhabarber denkt frau irgendwie an andere Farben. Das Ergebnis wirkt überraschend, überzeugt durch seine elegante Farbe.
Schöne Pfingsten wünscht Martina

Katarina hat gesagt…

Liebe Brigitte,
ja, diese Grautöne sind aussergewöhnlich schön, richtig elegant! Es würde mich auch interessieren, wie du das mit der Kohle gemacht hast.
Schöne Pfingsten und
herzliche Grüsse,
Katarina

Beate Knappe hat gesagt…

Auch wenn ich so langsam von meinem Schwarz als Kleiderfarbe weg will finde ich dieses Grau aussergewöhnlich, sagenhaft - einfach nur schöööööööööön.

Gwen hat gesagt…

Wunderschönes Grautöne sind dir da gelungen!
LG Gwen

KB Design hat gesagt…

@ Patricia, Katarina:

Komisch....., eure Frage hatte ich beantwortet, nur sehe ich jetzt nach meiner Abwesenheit hier, dass die Antwort gar nicht erschienen ist! Entschuldigung, das war sicher mein Fehler.

Also, was das Färben mit der Kohle betrifft, hatte ich darüber irgendwo einmal gelesen. Ich verwendete ganz kleine Kohlereste von Buchenholz aus unserem Ofen, zerquetschte sie in einem BW-Tuch und kochte das ganze ca. 1 Stunde lang. Dann kam die mit Rhabarber gebeitzte Wolle z.T. hinzu. Einen Teil davon behandelte ich weiter mit Eisenessig, so dass sehr schöne hell-dunkel Farbverläufe entstanden. Auf den Fotos sieht man es leider zu wenig....

Das Gauzetuch (BW) wurde auch nach auskochen und mit Chavel behandelt nicht mehr weiss, so denke ich, ist die Färbung wahrscheinlich wirklich gut haltbar.

Nun hoffe ich, dass ihr das noch nach so langer Zeit hier liest und ich bedanke mich für eurer Interesse! Es macht mir einfach Freude, Neues auszuprobieren.

Liebe Grüsse, Brigitte

Brigitte hat gesagt…

Liebe Brigitte!

Eine wunderbare Seite hast du. Vollgestopft mit Ideen und Anregungen. Deine gefärbte Wolle gefällt mir richtig gut. Meine Besuche sein dir sicher :)

Liebe Grüße
Brigitte

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